Ein Sommer in der Provence

© Concorde

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Am Ende des Sommers, wenn die Tage schon wieder kürzer werden und wir uns langsam aber sicher auf Herbst und Winter einstellen müssen, entführt uns Regisseurin Rose Bosch noch einmal in die sommerliche Provence, wo – zumindest in ihrem Film Ein Sommer in der Provence – immer die Sonne scheint. Farbenfroh und lichtdurchflutet präsentiert sich der Süden Frankreichs hier in seinem besten Gewand, fast als wolle sich die Region mit diesem Film als Urlaubsziel des Jahres anpreisen. Hinter diesem Bilderbuchsetting verbirgt sich die aufrichtige Liebe der Regisseurin zum Ort ihrer Kindheit, der zugleich auch eine Wahlheimat ihres Schauspielers Jean Reno darstellt.

Reno schlüpft in die Rolle eines vergrämten Großvaters, der nach 17 Jahre währender Funkstille zu seiner Tochter plötzlich deren Kinder über die zweimonatigen Sommerferien beherbergen soll. Während seine Frau Irène (Anna Galiena) durch regelmäßige Besuche im fernen Paris zu den Enkeln bereits ein inniges Verhältnis pflegt, entspinnt sich zwischen Großvater Paul und den Teenagern Léa (Chloé Jouannet) und Adrien (Hugo Dessioux) ein erbitterter Generationenkampf. Es ist der siebenjährige taubstumme Théo (Lukas Pelissier), der hinter Pauls harter Schale als erstes den liebevollen Opa entdeckt. Doch um schließlich wieder eine Familie zu werden, müssen Jung und Alt noch so manche Hürde überwinden.

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Sophie Charlotte Rieger

Sophie (Charlotte Rieger) ist die Gründerin von FILMLÖWIN und arbeitet als freie Autorin und Speakerin zu den Themen Film und Feminismus.
Sophie Charlotte Rieger