Plastic Fantastic

“Es gibt 500-mal mehr Plastikpartikel in den Ozeanen als Sterne in unserer Galaxie”. Wie groß das Thema Plastikverschmutzung ist und wie schwer es zu fassen ist, zeigt dieser einleitende Satz des Dokumentarfilms Plastic Fantastic. Isa Willinger unternimmt dennoch den Versuch eines umfassenden Überblicks.___STEADY_PAYWALL___

©mindjazzpictures

Die Filmemacherin spricht mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen ebenso wie mit Vertreter*innen der Kunststoffindustrie: Die Ozeanografin Dr. Sarah Jeanne Royer und der Fotograf James Wakibia führen uns bildhaft vor Augen, welche Auswirkungen die Plastikverschmutzung bereits auf die Umwelt hat. Sharon Lavigne kämpft in ihrer Gemeinde gegen die Verletzung von Umwelt-, Gesundheits- und Menschenrechten durch die petrochemische Industrie. Auch Umweltanwalt Steven Feit begleitet diese kritisch. Als Vertreter der Industrie verweisen Joshua Baca, Lobbyist des American Chemistry Council, und Ingemar Bühler, Lobbyist von Plastics Europe, auf zukünftige Recyclingtechnologien und nachhaltige Konsumentscheidungen. Der Chemiker Dr. Michael Braungart weist auf die Notwendigkeit einer echten Kreislaufwirtschaft hin und stellt Innovationen in diesem Bereich vor.

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Isa Willinger sammelt die Eindrücke und das Wissen ihrer Protagonist*innen und fügt sie zu einem Essay zusammen. Plastic Fantastic enthält sich eines eigenen Kommentars und stellt die unterschiedlichen Perspektiven auf Herstellung, Konsum und Entsorgung von Plastik neutral nebeneinander. Es entsteht ein teils sehr detailorientiertes Gesamtbild, das insgesamt die globalen Auswirkungen der Plastikkrise abbildet und die Notwendigkeit eines politischen Umdenkens aufzeigt.

Der Kinostart am 25. Januar 2024 wird von einer Kinotour und Sondervorführungen mit Regie, Protagonist*innen und Kooperationspartner*innen begleitet.

 

Lea Gronenberg
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