IFFF 2015: Interview mit Claudia Richarz

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© David Richarz

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund/Köln hatte nicht nur tolle Filme, sondern auch tolle Frauen zu bieten. Zum Beispiel Claudia Richarz, die ich seit ihrem gemeinsamen Film mit Ulrike Zimmermann, Vulva 3.0, schon immer einmal kennenlernen wollte. Nun hat es endlich geklappt und ich freue mich besonders, dass Claudia mir sogar noch ein paar Fragen zu ihrem Workshop “Spieglein, Spieglein an der Wand…” beim diesjährigen Festival beantwortet hat.

Worum ging es Deinem Workshop?

Das Thema war die Auseinandersetzung mit der Darstellung der Frau in den Medien, dem Körperbild und dem Rollenklischee. Ein altes Thema – trotzdem immer wieder aktuell.

Was war Dein Ansatz und wie hast Du Dich darauf vorbereitet?

Die Mädchen sollten Fotos machen, und zwar Porträts voneinander und nach Auswertung der Porträts als nächste Aufgabe Fotos zum Thema Beziehung – welche Art von Beziehung, sollten sie sich selbst aussuchen (Mann-Frau, Mutter-Tochter, Familie, Freundinnen …. was auch immer). Zusammen mit Eva-Maria Marx, der Medienpädagogin, die schon lange die Workshops beim IFFF betreut, habe ich aussagekräftige Fotos und Szenen aus Filmen herausgesucht. Sowohl positive als auch negative Beispiele. Diese habe ich vorher als Anregung gezeigt. Außerdem hatten wir viele Requisiten mitgebracht und die Mädchen auch vorher aufgefordert, Requisiten mitzubringen.

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© Claudia Richarz

Wie viele Teilnehmerinnen in welchem Alter waren da?

Insgesamt haben 6 Mädchen im Alter von 17 – 20 Jahren teilgenommen.

Wie war die Reaktion der Teilnehmerinnen auf die Inhalte des Workshops? 

Die Mädchen waren sehr motiviert und haben sich voller Elan in die beiden Aufgaben „Porträt” und später „Beziehung” gestürzt. Sie haben viele tolle Fotos gemacht.

Gab es gemeinsame „Ergebnisse“?

Wir haben 25 Fotos gemeinsam herausgesucht und sie zu einer kleinen Diashow mit Musik zusammengestellt. Diese wurde bei der Abschlussveranstaltung des Festivals vorgeführt.

 

Vulva 3.0 war ja auch ein sehr bildender Film. Liegt Dir die sexuelle Aufklärung von (jungen) Menschen besonders am Herzen? 

Aufklärung ist für alle Menschen wertvoll und gut, und ich freue mich sehr, wenn es mir gelingt, dazu beizutragen.

Was ist Dein nächstes Projekt? Woran arbeitest Du gerade?

Ulrike Zimmermann und ich recherchieren für ein neues Thema mit dem Arbeitstitel „Stigma – Die Lust der Frauen“.

Was möchtest Du jungen Filmlöwinnen mit auf den Weg geben? 

Glaube an dich selbst und lass dich nicht verunsichern!

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