Vorfreude aufs IFFF 2015

© IFFF

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Schon seit zwei Jahren will ich zum Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund-Köln fahren und nun hat es endlich geklappt. Aber es lag nicht nur an der langen Vorfreude, dass es heute besonders schön war, in Dortmund einzutreffen. Auch das Wiedersehen mit all den großartigen Filmlöwinnen war wunderbar. Zum Beispiel Silke Räbiger, die das Festival leitet und die ich vergangenes Jahr beim Flying Broom International Women’s Film Festival in Ankara kennenlernte. Dort begegnete ich auch Amal Ramsis, dieses Jahr Jury-Mitglied des RWE-Preises und sonst Leiterin des ersten internationalen Frauenfilmfestivals der arabischen Welt in Kairo sowie Regisseurin. Ihr Film The Trace of the Butterfly steht deshalb ganz oben auf meiner Filmliste für die nächsten Tage.

Besonders gefreut hat mich außerdem das erste persönliche Kennenlernen mit Claudia Richarz, deren Film Vulva 3.0 für mich aus verschiedenen Gründen ungemein wegweisend war und den ich auch hier unbedingt all meinen Leser_innen ans Herz legen möchte. Ich glaube fest daran, dass diese Welt eine bessere wäre, wenn alle Menschen Vulva 3.0 sehen würden! Beim IFFF aber zeigt Claudia Richarz dieses Jahr keinen Film, sondern leitet einen Workshop für junge Mädchen zu Körperbildern im Film. Dort wird zum Einen über Fotografien und Filmausschnitte (zum Beispiel aus den Twilight-Filmen) diskutiert und zum anderen selbst fotografiert. Frauen sähen sich selbst als Objekte, erklärt Richarz. Sie schauten nicht von innen nach nach außen, sondern andersherum. Der Workshop soll den Mädchen deshalb auch dabei helfen, sich selbst mit anderen, nämlich den eigenen Augen zu sehen.

Bei der einleitenden Pressekonferenz des Festivals fiel mir außerdem Jury-Mitglied und Schauspielerin Lina Stolze auf, die mit folgendem Satz mein Herz gewann: “Menschen brauchen Filme, um eine Utopie für ihre Zukunft zu finden.” Meine Rede! Deshalb will ich auch dann starke Frauen sehen, wenn dies noch (!) nicht der Realität entspricht. Und ich will ermächtigende Geschichten sehen, die das weibliche Empowerment unterstützen und keine Opferbilder zeichnen.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf knappe 5 Tage Frauenfilmfestival und hoffentlich noch ganz viele weitere beeindruckende Filmlöwinnen! Darauf ein Löwinnen-ROAR!

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