Filmblog Adventskalender 2014 – Türchen Nummer 21

Gleich zum Launch der FILMLÖWIN habe ich die Ehre, beim zweiten Filmblog-Adventskalender von Alex Matzkeit und seinem Blog Real Virtuality mitzumachen. 24 Filmblogger_innen empfehlen insgesamt 24 Weihnachtsgeschenke und heute bin ich an der Reihe. Und wie es sich für ein feministisches Filmblog gehört, habe ich mir natürlich auch etwas feministisches ausgesucht.

© Rogner und Bernhard

© Rogner und Bernhard

Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene hat zwar einen etwas unglücklich gewählten Titel – denn eigentlich müsste es ja “Anfänger_innen” heißen – ist aber eine wirklich schöne Einführung in die mannigfaltige Welt des Feminismus. Autorin Julia Korbik ist es mit kurzen Kapiteln und einer betont klaren Sprache gelungen, die Hürde möglichst niedrig zu halten. Stand Up ist kein Werk für Akademiker_innen, sondern für einfach jede_n, die_der schon länger einmal herausfinden wollte, was es denn mit “diesem Feminismus” eigentlich so auf sich hat. Korbik liefert sowohl einen historischen Überblick als auch eine Darstellung aktueller feministischer Diskussionen. Und ja, es gibt natürlich auch ein Kapitel über Frauen im Film. Die zahlreichen Vorstellungen einflussreicher Feministin_innen eignen sich außerdem herrlich dazu, nach Stand Up gleich das nächste feministische Werk zu verschlingen. Illustrationen und kreativ gestaltete Statistiken sorgen dafür, dass die Lektüre nicht langweilig wird. Stand Up widerlegt erfolgreich Vorurteile gegenüber feministischen Standardwerken, denn dieses Buch ist ziemlich viel, aber mit Sicherheit nicht trocken!

© Fischerverlag

© Fischerverlag

Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene ist wirklich ein Buch für Einsteiger_innen. Für die kleine Schwester vielleicht. Oder um unseren Müttern mal zu zeigen, wie moderner Feminismus aussieht. Natürlich aber auch für Männer (!) und alle jene, die einen unterhaltsamen und unkomplizierten Einstieg in das Thema suchen. Wer sich schon länger Feminist_in nennt und durch die Standardwerke gewühlt hat, wird sich hier allerdings eher unterfordert fühlen. Aber keine Sorge, auch für die Feminismus-Profis habe ich etwas vorbereitet. Da empfehle ich nämlich Anne Wizoreks Weil ein Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute, eine sehr umfassende Aufarbeitung aktueller feministischer Themen mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Netzkultur.

Und wenn die Empfänger_innen eurer Geschenke dann richtig für den Feminismus brennen, könnt ihr ihnen natürlich auch gerne die Filmlöwin empfehlen! 🙂

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