Über Filmlöwin

1. Selbstdarstellung
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2. FAQ

3. Kommentarfunktion

4. Wer steckt dahinter?

5. Filmlöwin in der Presse

 

 

1. Selbstdarstellung

FILMLÖWIN ist ein Blog, das sich Filmen von und über Frauen* verschrieben hat. Noch immer sind viele Filmemacherinnen, Kamerafrauen* und auch Schauspielerinnen von Sexismus und Diskriminierung betroffen. Um dieser Marginalisierung etwas entgegen zu setzen, will ich den „Filmfrauen*“ mit dem Projekt “Filmlöwin” zu mehr Öffentlichkeit und Sichtbarkeit verhelfen.

Das Ziel jedweder Emanzipation – und somit auch das der Filmfrauen* – ist zweifellos keine Sonderrolle, sondern Teil des Mainstreams zu werden. So sehe auch ich Quoten, reine Frauen*filmfestivals und selbst die Idee dieses Blogs durchaus kritisch. Doch ist eine Phase der dezidierten Förderung und Sichtbarmachung der “Filmfrauen*” notwendig, um zu demonstrieren, welche Vielfalt an Erfahrungen und Perspektiven uns verloren geht, wenn wir weiterhin mehrheitlich Filme von und über Männer* ansehen.

Ein klassisches Argument gegen die dezidierte Förderung von Filmfrauen* lautet, dass sie schlichtweg weniger Filme produzieren würden und dementsprechend im Kino, bei Festivals und in der Filmförderung gar nicht ebenso stark vertreten sein könnten wie ihre männlichen* Kollegen. In der öffentlichen Wahrnehmung machen Frauen* tatsächlich weniger Filme als Männer*. Das lässt sich nicht bestreiten. Doch dass wir sie nicht sehen, heißt nicht, dass es sie nicht gibt! Dass Frauen* in fast allen Bereichen der Filmproduktion (wie übrigens auch in der Filmblogosphäre) unterrepräsentiert sind, heißt nicht, dass sie schlechtere Arbeit leisten oder keine Lust auf diese Jobs hätten. Es heißt nur, dass Frauen* seltener in diesen Positionen ankommen und dass wir weniger über sie erfahren.

In den vergangenen Jahren habe ich mich verschiedentlich für die Emanzipation der Frau* vor und hinter der Kamera eingesetzt. Der Gegenwind war enorm. Deshalb glaube ich, dass der Weg ein anderer sein muss. Statt aufzuzeigen, was alles NICHT funktioniert, wähle ich nun einen positiven, bestärkenden Ansatz.

Auf FILMLÖWIN geht es deshalb primär um die Vorstellung „weiblich* dirigierter“ Filme. Professionalität versteht sich dabei von selbst: keine Vorschusslorbeeren für Geschlechtsgenossinnen. Im Gegenteil: Frauen* hinter der Kamera verdienen genauso eine faire und ehrliche Kritik wie Männer*. Und jedwede Kritik, egal ob positiv oder negativ, ist eine Sichtbarmachung, weshalb ich davon überzeugt bin, dass auch eine kritische Auseinandersetzung der Sache hilft. Daneben ist es mein erklärtes Ziel, weibliche* Filmschaffende unterschiedlicher Professionen auch durch Interviews und Portraits vorzustellen und in thematischen Artikeln über Rolle und Position der Frau* vor und hinter der Kamera zu schreiben.

Außerdem befasse ich mich mit der Darstellung der Frau* im Film. Nicht jeder Film über eine Frau* ist auch „emanzipatorisch wertvoll“. In diesem Zusammenhang bespreche ich Arthaus- wie auch Blockbusterfilme. Nicht die Frage, ob ein Film sehenswert ist, steht dabei im Vordergrund, sondern die Einschätzung  des Films in seinem gesellschaftlichen Kontext unter besonderer Berücksichtigung der entsprechenden Geschlechterpolitik.

 

2. FAQs

Die kritische Auseinandersetzung mit Sexismus und Patriarchat zieht regelmäßig wiederkehrende Diskussionen nach sich, die ich einfach nicht mehr führen möchte. Deshalb einige klärende Statements zum Konzept von FILMLÖWIN:

Werden Frauen* im Filmbusiness tatsächlich diskriminiert?

Die Diskriminierung von Frauen ist Fakt. Es ist nicht Ziel dieses Blogs sie zu belegen oder zu diskutieren, sondern sie zu überwinden.

Warum wird auf die Diskriminierung von Männern* hier keine Rücksicht genommen?

Dies ist ein Blog über Frauen* vor und hinter der Kamera. Mir ist durchaus bewusst, dass auch Männer* im Patriarchat eine Form von Diskriminierung erfahren, z.B. durch Rollenmuster, die von ihnen Stärke und Überlegenheit fordern. Dass ich mich diesem Thema nicht widme, bedeutet nicht, dass ich dies nicht anerkenne, sondern lediglich dass ich mich für einen anderen Fokus entschieden habe.

Was heißt überhaupt „Frau“?

Der Begriff Frau* ist nicht eindeutig. Das Konzept Frau* ist eine gesellschaftliche, keine natürliche Kategorie. Ich bezeichne mit dem Wort Frau* Menschen, die sich in unserer geschlechtlich binär strukturierten Gesellschaft als Frau* definieren. Deshalb markiere ich das Wort Frau* wie auch das Wort Mann*, sowie die entsprechenden Adjektive (weiblich/männlich) seit Kurzem auch mit einem Sternchen. Eine tiefergreifende Thematisierung von Trans* im Film und der damit verbundenen eigenen Diskriminierungsebene ist aber kein explizites Thema dieses Blogs.

Warum ist die Sprache auf FILMLÖWIN manchmal nicht geschlechtsneutral?

Ich bemühe mich um eine geschlechtsneutrale Sprache und das Gender-Gap, bitte aber an dieser Stelle alle Leser_innen um Nachsicht. Ich übe noch! Ob beim Lesen oder Schreiben: geschlechtsneutrale Sprache ist Übungssache. Je mehr wir üben, desto weniger stört es unseren Lese- oder Schreibefluss.

 

3. Kommentarfunktion

Respektlose Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare, die eine Diskussion auf einen Nebenschauplatz verschieben, bspw. indem sie eine der unter FAQs beantworteten Fragen diskutieren, werde ich ebenfalls löschen.

Warum?

Mir ist an einem ehrlichen, aber auch respektvollen Austausch gelegen. Menschen haben im Internet eine weitaus niedrigere Hemmschwelle, ihre Meinungen aggressiv zu formulieren bzw. dafür bewusst verletzende/diskriminierende Ausdrücke zu wählen. Die Politik vieler Internetseiten – jeder Kommentar verbessert das Google-Ranking und ist daher unabhängig von seinem Inhalt erst einmal wünschenswert – unterstütze ich ausdrücklich nicht. Es geht hierbei nicht um eine Zensur kritischer Meinungen, sondern um eine respektvolle Diskussionskultur, in der niemand Beschimpfungen und Beleidigungen fürchten muss. Sollte Dir, liebe_r Leser_in, ein Kommentar unpassend erscheinen, weise mich bitte per Email darauf hin!

 

4. Wer steckt dahinter?

FILMLÖWIN ist ein Projekt von Sophie Charlotte Rieger, freie Journalistin, Filmkritikerin und Aktivistin. Ein ausführlicher Lebenslauf und Überblick über aktuelle Projekte ist hier zu finden.