Spy – Susan Cooper Undercover

© 20th Century Fox

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Spätestens seit Brautalarm sorgt Melissa McCarthy auf der Kinoleinwand für Wirbel, erweitert sie doch die Hollywood-Damenliga durch eine ganz neue Facette. In Spy – Susan Cooper Undercover arbeitet sie nun zum dritten Mal mit Regisseur Paul Feig zusammen und versucht zu beweisen, dass auch dicke Frauen ihren Platz im Agentenfilm verdient haben. (Anmerkung: Das Adjektiv „dick“ wird in diesem Text nicht wertend, sondern beschreibend verwertet. Ein verlegenes Ausweichen auf Begriffe wie „mollig“ der „kräftig“ erachte ich für weitaus wertender als eine rein sachliche Beschreibung. Das Wort „übergewichtig“ wiederum impliziert die Akzeptanz einer Norm.)

Auch Jude Law kann hier etwas beweisen, nämlich dass er für die Rolle des Superagenten geboren wurden. Als gut gekleideter Schönling Bradley Fine lässt er nicht nur die Frauenherzen im Publikum höher schlagen, sondern erobert auch seine Kollegin Susan, die seine Einsätze treu und engagiert per Knopf im Ohr am Bildschirm begleitet. Als Fine bei einem Einsatz ums Leben kommt und die Namen aller Superagenten zum Feind durchsickern, ist Schreibtischkraft Susan die letzte Chance der CIA, um der Schurkin Raina Boyanov (Rose Byrne) das Handwerk zu legen. Und Susan selbst kann endlich zeigen, was in ihr steckt.

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Bedauerlich ist weiterhin der Humor, der sich aus Fremdscham über Susans Tollpatschigkeit ergibt. Nicht nur ihre Kollegen, sondern auch das Kinopublikum, sind schließlich überrascht von ihren Fähigkeiten, was ihre Position als weibliche Agentin eher schwächt als stärkt. „Schaut was eine dicke Frau alles auf dem Kasten haben kann“ ist der Subtext des Films, der das Vorurteil, dicke Frauen könnten dünnen Frauen oder Männern in irgendetwas nachstehen, somit auf unangenehme Weise untermauert.

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Die komplette Rezension auf kritiken.de lesen

Kinostart: 4. Juni 2015

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