Kritik: Berg Fidel – Eine Schule für alle

© W-film

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Über das deutsche Bildungssystem wird nicht erst seit den Ergebnissen der Pisa-Studien zum Leistungsniveau von Schülern diskutiert. Jahrgangsübergreifendes Lernen, Sonderschulen und die Frage der Inklusion, also des gemeinsamen Unterrichts aller Schüler ungeachtet körperlicher, aber auch sozialer Unterschiede – all das sind Themen, denen im pädagogischen Umfeld in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt wurde. In ihrem Dokumentarfilm Berg Fidel – Eine Schule für alle widmet sich Hella Wenders all diesen Punkten und präsentiert das Lehrkonzept der Grundschule Berg Fidel in Münster anhand von vier Schülern, die jeweils ganz verschiedene Hindernisse zu überwinden haben. Mit einer erstaunlichen Nähe zu ihren Protagonisten dokumentiert Wenders hier weitgehend ohne erläuternden Kommentar den Schulalltag und zeigt eindrucksvoll Vorteile des Lernens mit Inklusion.

In der Grundschule Berg Fidel sind die Klassen bunt gemischt. Mehrere Altersstufen kommen hier zusammen, Kinder mit und ohne Behinderung und Schüler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen begegnen einander. Regisseurin Hella Wenders begleitet mit der Kamera vier außergewöhnliche Kinder, für die das schulische Lernen eine besondere Herausforderung darstellt. Körperliche und geistige Behinderungen, Sprachprobleme und ein unsicherer Aufenthaltsstatus in Deutschland – all das sind Probleme, die man_frau in Münster auffangen muss. In Berg Fidel – Eine Schule für alle dokumentiert Wenders die gesamte Grundschulzeit ihrer vier Protagonisten bis zum Wechsel auf eine weiterführende Schule.

(…)

Fazit: Hella Wenders weckt mit ihrem Film ein großes Interesse an alternativen Schulformen. Die intime Nähe zu den Protagonisten macht Berg Fidel – Eine Schule für alle zu einem ergreifenden Filmerlebnis, auch wenn durch den Verzicht auf erläuternde Kommentare viele Fragen unbeantwortet bleiben.

Die ganze Kritik auf filmstarts.de lesen

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